
Der B2B-E-Commerce hat ein amtliches Imageproblem. Nicht weil er langweilig wäre, sondern weil er furchtbar gerne so klingt. Prozessoptimierung. Omnichannel-Readiness. Digitale Reife. Alles Worte, die sich wunderbar in Präsentationen machen und im echten Leben meistens bedeuten: Wir haben ein Projekt gestartet, das Projekt hat einen Namen, der Name hat ein Budget, und das Budget wartet jetzt auf Ergebnisse.
2026 ist die Geduld dafür, völlig zurecht, aufgebraucht. KI disruptiert auch den Großhandel. KundInnen erwarten B2C-Erlebnisse in B2B-Umgebungen. Und wer jetzt noch abwartet, zahlt das und zwar meistens still, schrittweise und teuer.
Genau deshalb gibt es die B2BEST Stage powered by ECC KÖLN auf der K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE 2026. Kuratiert vom ECC KÖLN, dem E-Commerce-Think Tank des IFH Köln, ist sie der Ort, an dem B2B-EntscheiderInnen aus Industrie, Mittelstand und Großhandel zusammenkommen, und das nicht, um sich gegenseitig zu erzählen, wie toll die Roadmap aussieht (was sie natürlich nichtsdestotrotz dürfen), sondern um offen zu diskutieren, was wirklich funktioniert und was nicht.
An Tag 1, moderiert von Saskia Roch (CEO, ECC NEXT) und Dr. Kai Hudetz (CEO, ECC KÖLN), macht Tasja Werle (Senior Manager Product Management, GLS Germany) den Auftakt mit einem Einblick, den man sich in vielen Unternehmen wünscht, aber selten bekommt: Wie gelingt echte digitale Transformation in einem komplexen, dezentralen Konzernumfeld, ohne dass am Ende alle erschöpft sind und nichts sich verändert hat? In „Wie GLS Prozesse für Kunden neu gestaltet" zeigt sie die Entwicklung des GLS Geschäftskundenportals von der strategischen Vision bis zur Umsetzung, mit dem Fokus auf konkretem Wertbeitrag für KundInnen und Organisation.
Direkt danach wird es unbequem, aber im besten Sinne. Florian Warnken (CIO) und Tanja Kaminski (People & Organizational Development) von DF Automotive sprechen in „Ohne Kultur kein KI-Impact" über das, worüber die meisten lieber nicht öffentlich reden: was wirklich passiert, wenn KI auf Organisationsrealität trifft. Spoiler: Es liegt fast nie an der Technologie. Es liegt an Führung, Struktur und der Frage, ob die Menschen im Unternehmen überhaupt mitgenommen wurden. Was hat funktioniert, was wurde unterschätzt und was braucht ein KMU wirklich, um KI nicht nur einzuführen, sondern wirksam zu machen?
Es folgt eine These, die im B2B gerne unterschätzt wird: Marke ist kein Nice-to-have. Dr. Miriam Diehl (Leitung Marketing Foodservice, Transgourmet Deutschland) zeigt in der Masterclass „Marke entscheidet sich in jedem Kundenkontakt", wie eine starke Marke im B2B zu bis zu 20 Prozent höherer Marktperformance führt und wie das durch internes Alignment zwischen Produkten, Services, Marketing und Vertrieb tatsächlich funktioniert.
Den inhaltlichen Schlusspunkt des Tages setzt Dr. Kai Hudetz selbst und er macht ihn spitz: „Von Dinos zu Digital Leaders – Warum die B2B-Marktbewegung im Jahr 2026 allein nicht reicht." B2B-E-Commerce wächst. Schön. Aber Preis- und Margendruck bleiben, KI krempelt auch den Großhandel beinahe hysterisch lachend um, und KundInnen haben schlicht keine Lust mehr auf digitale Erlebnisse aus dem letzten Jahrzehnt. Wer Vertrieb nicht neu denkt, verliert. Vielleicht nicht auf einen Schlag, sondern leise, KundIn um KundIn.

Nutze die Chance und sei dabei, wenn am 23. und 24. Juni der Handel von morgen gestaltet wird, und triff die spannendsten Köpfe hinter den Modellen und Strategien!
Tag 2 auf der B2BEST Stage, moderiert von Saskia Roch (CEO, ECC NEXT), Mailin Schmelter (Managing Consulting, ECC KÖLN) und Dr. Kai Hudetz (CEO, ECC KÖLN), startet mit einer Frage, die eigentlich alle beschäftigt: Wie bindet man KundInnen im B2B langfristig, wenn der Katalog nicht mehr reicht? Georg Mersmann (Vorstand & CFO, Soennecken) zeigt in „Von Katalog zu Plattform", wie Soennecken mit yourProcure ein erweitertes Sortiment und Services strategisch orchestriert, sodass Händler C-Artikel-Bedarfe vollständig, compliant und skalierbar abdecken können. Ein Plattformmodell, das nicht auf Hoffnung basiert, sondern auf Bedarfsabdeckung.
Im Anschluss gehört die Bühne Ralf Bühler (CEO, Conrad Electronic) und der hat keine Zeit für Beschönigung. In „Transformation ist kein Projekt. Sie hört nicht auf." spricht er über den Weg von Conrad vom klassischen Technikhändler zur europäischen Beschaffungsplattform für technischen Bedarf. Was zählt dabei wirklich? Nicht der perfekte Plan, sondern die Geschwindigkeit, mit der man aus Fehlern lernt. Ein Praxisbericht, bei dem man das Gefühl hat, dass hier jemand wirklich etwas erlebt hat und nicht nur darüber nachgedacht.
Den Abschluss der B2BEST Stage macht Tim Meerkötter (CEO, Meerkötter) mit dem Titel, der wahrscheinlich am häufigsten gescreenshottet wird: „Die teuerste Strategie im Großhandel: Abwarten." Denn der Wettbewerb ist selten der K.-o.-Schlag. Die echte Gefahr ist der Stillstand: KundInnen wechseln schrittweise, Prozesse werden teurer, der Vertrieb verliert Tempo, und irgendwann ist der Abstand zu groß, um ihn noch aufzuholen. Welche Signale zählen jetzt und wie wird aus dem diffusen Begriff Digitalisierung eine echte Richtungsentscheidung?
Zwei Tage, kein Bullshit-Bingo, echte Praxis: Die B2BEST Stage powered by ECC KÖLN ist auf der K5 2026 ein Pflichttermin. Du hast noch kein Ticket? Dann jetzt aber schnell:

