Hidden Champions

Das sind die Hidden Champions im E-Commerce

Die E-Commerce Branche zeigt in Amazon-dominierten Zeiten: es gibt eigentlich nichts, was es online nicht gibt. Interessant dabei ist, dass es nicht ausschließlich die GAFA-Player sind, die den Markt für sich beanspruchen. Einige Gründer haben sich aus einer Leidenschaft (oder einem Bedarf) heraus dazu motivieren lassen, zu sagen: “Das können wir besser!”. Was hat diese Hidden Champions so erfolgreich gemacht? Und kann man heute noch mit Eigenmarken genauso durchstarten, wie damals, als solche Unternehmen noch für ihren Drive belächelt wurden? Nehmen wir doch einmal drei der Vorzeigekandidaten genauer unter die Lupe.

 

Karten auf den Tisch

Die Kartenmacherei ist ein Familienunternehmen, das – welch eine Überraschung – personalisierte Gruß,- Geburtstags- und Hochzeitskarten anbietet. Nach der Geburt ihres Sohnes wollten Christoph Behn und seine Frau die frohe Botschaft mittels Karten verkünden. Allerdings fanden sie nicht so recht das, was ihnen vorschwebte. Die Idee zum Business war geboren und 2010 wurde Die Kartenmacherei gegründet. Knapp acht Jahre später kann das Unternehmen mit seinen rund 120 Mitarbeitern 30 Mio. € Umsatz verzeichnen. Okay, das ist also eine Butze, die irgendwelche Karten zu besonderen Anlässen gestaltet und bedrucken lässt. Erzielt einen ganz ordentlich Umsatz damit und scheint eine lukrative Nische erschlossen zu haben. Aber selbst in Nischen ist man unter Umständen nicht allein. Gibt es nicht diverse andere solcher Anbieter? Alleinstellungsmerkmal ist hier das Stichwort. Was Die Kartenmacherei von potenzieller Konkurrenz abhebt, ist laut Behn die Mischung aus modernen Designs und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten. So gelang es dem Unternehmen in den acht Jahren aus eigener Kraft auf 30 Mio. € Umsatz zu wachsen, ganz ohne Investoren und Fremdfinanzierung. Christoph Behn ist der Meinung, dass man eher Zeit als Geld investieren müsse, um ein sinnvolles Geschäftsmodell zu schaffen. Wie geht es jetzt für Die Kartenmacherei weiter im Markt? Wo sind die größten Chancen, wo die größten Risiken?

 

Shoepassion – Warum der Name definitiv Programm sein sollte

Was Die Kartenmacherei aber in jedem Fall verdeutlicht: Um eine erfolgreiche Marke zu werden, braucht es einen unschlagbaren USP und nicht unbedingt einen Investor. Auch wenn es nicht schaden kann, wie das nächste Beispiel zeigt: Bei Shoepassion ist der Name definitiv Programm. Wer eine Leidenschaft für hochwertige und außergewöhnliche Schuhe hegt, ist bei Shoepassion genau richtig. Hier wird Schuhwerk designed, hergestellt und verkauft. Online und stationär. Schuhliebhaber und Gründer Tim Keding hat seine Passion quasi zum Beruf gemacht. Und sich dafür den Ex-Porsche Chef als Investor ins Boot geholt.

Keding ist der festen Überzeugung: Im Zentrum einer erfolgreichen Marke stehen Expertise und Kompetenz. Deswegen erhält man bei Shoepassion nicht einfach nur handgefertigte Designerschuhe. Das Unternehmen geht mit seinem Service weit darüber hinaus. Da es sich bei den Schuhen um rahmengenähte Edelfußbekleidung handelt, sind das Stücke des Schusterhandwerks, die gehegt und gepflegt werden müssen. Leidet darunter der Absatz? Weil Kunden bei langlebigen, hochwertigen Produkten natürlich seltener ein neues kaufen? Offensichtlich nicht, schließlich könnte Shoepassion sonst nicht mit solch guten Zahlen überzeugen. Aber dahinter steckt die Gegenbewegung zur Wegwerfgesellschaft. Genau genommen heißt das: Einen stationären Reparaturservice und Schuhreinigungsseminare. Quasi der Kochkurs für Männer! Laut Keding ist genau das ein Punkt, den Kunden an Shoepassion sehr schätzen und der Marke auch deswegen treu bleiben.

 

Scotty, beam uns mal auf 70 Mio. Euro hoch!

Weitere Erfolgsbeispiele im Kontext Eigenmarken gefällig? Na dann Ton, Kamera, Action. Gehts jetzt etwa auf die Leinwand? Fast. Besser gesagt geht es um die Leinwand, oder noch präziser um Beamer. Angefangen mit dem Beamershop24, verkauften Christoph Hertz und sein Partner über das Online-Portal alles, was zu bestem Heimkino-Entertainment dazu gehört. Bereits kurz nach der Gründung kamen 2005 neben dem Vertrieb von Fremdprodukten die Herstellung und der Verkauf eigener Projektionsflächen und – Geräte hinzu. Unter der Eigenmarke Celexon. Mittlerweile ist Celexon mit Beamern und co. zum Category Leader geworden und erzielte im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von über 70 Mio. €. In elf Ländern vertreibt die Marke mittlerweile ihre Produkte und Celexon will sein Online-Wachstum noch weiter vorantreiben.

Wir sehen also: die kleinen Marken sind immer mehr dabei unter dem Radar hervor zu kommen. Um somit den Big Brands langsam aber sicher den Rang abzulaufen. Was bedeutet das für betroffene Händler und Marken? Und auf welche Szenarien müssen sie sich im künftigen Markt einstellen?
Diesem fragen nimmt sich Dr. Martin Schulte von Oliver Wyman am 3. Juli 2018 auf der K5 in Berlin an.
Damit nicht genug, auch die drei oben genannten Hidden Champions werden auf der Hauptbühne exklusive Einblicke zu Erfolgsfaktoren und Wachstumstreibern geben.
Also Karten auf den Tisch, die Schuhe poliert und auf zur K5 Berlin. Sichert Euch jetzt noch ein Ticket zum Flagship-Event der digitalen Handelsszene und profitiert von einmaligen Erfahrungen und Insights aus dem Daily Business der besten Online-Händler!

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