Adidas und Runtastic - Die Pläne der Digital-Offensive

Adidas und Runtastic – Die Pläne der Digital-Offensive

Seit der Übernahme 2015 befindet sich die Runtastic App in den festen Händen von Adidas. Für ganze 220 Mio. Euro wanderte Runtastic von Florian Gschwandtner zum zweitgrößten Sportartikelhersteller der Welt über. Was hat sich seither für beide Seiten verändert? Und wie wirkt sich der digitale Zuwachs auf das Traditionsunternehmen aus? Spannend ist, dass Adidas scheinbar immer mehr Interesse daran hat, zu einem digitalen Unternehmen zu werden. Aber wie stellt man das an, wenn man die digitale Transformation bisher eher sachte angegangen ist oder diese gar gemieden hat? Offensichtlich können Start-ups, wie Runtastic, wohl der Schlüssel dazu sein.

 

Adidas zwischen Tradition und Innovation

Dass der Onlinehandel boomt ist nichts neues. Allerdings entdecken wohl gerade Traditionsunternehmen, wie adidas, das massive Potenzial, das sich dahinter verbirgt. So sehr, dass Adidas in Erwägung zieht, die Anzahl der stationären Adidas Stores abzubauen. Ein gewaltiger Schritt, denn die Geschichte des erfolgreichen Sportausstatters basiert auf den Säulen des stationären Vertriebs.
Zwar gibt es den Online-Shop des Unternehmens auch nicht erst seit gestern. Doch laut CEO Kasper Rorsted ist die Webseite der wichtigste Store der Welt. Und auch außerhalb der Webseite hat Adidas digitale Initiativen gestartet.

 

Fantastic mit Runtastic?

Vor drei Jahren beispielsweise übernahm Adidas 100% der 2009 gegründeten App Runtastic für 220 Mio Euro. Seither hat sich einiges getan; nicht nur auf Seiten von Runtastic, auch Adidas profitiert immens von dem Zusammenspiel.
Runtastic ist eine App, die als Paradebeispiel im digitalen Business gilt. Das Start-up verkörpert alles, was zum digitalen Erfolg führt: schnell, fokussiert und agil.
Drei Dinge, die sich der Big Player Adidas durch die Übernahme aneignet, um damit selber in die digitale Offensive zu starten.

 

Auf in die Digital-Offensive

Adidas bewegt sich durch und vor allem mit Runtastic klar dem digital-first-Ansatz entgegen. Kürzlich hatte CEO Kasper Rorsted angekündigt, bis 2020 mit den hauseigenen Online-Shops 4 Milliarden Euro Umsatz zu erzielen. Die Chancen dafür stehen gut: im vergangenen Jahr konnte Adidas im online Geschäft ein Plus von 57% verzeichnen.
Und Runtastic ist nicht die einzige App, die derzeit unter dem Dach von Adidas betrieben wird.
Gegen Ende 2016 hatte Rorsted die Entwicklung einer ganz neuen App initiiert. Mit “Adidas Sports & Style” nimmt sich der Konzern dem Thema Personalisierung für seine Kunden an. Joseph Godsey ist als Senior Vice President of Digital Brand Commerce bei Adidas tätig und weiß, worauf es ankommt, einen Online-Shop so richtig gut smartphone-tauglich zu machen. Mit der neuen App wittert Adidas die Chance mit Hilfe der Personalisierung individuelle Customer-Journeys zu kreieren. Für die Mission 2020 ist das ein, wenn nicht der entscheidende Hebel.

 

Bleibt nur noch die Frage:

Inwiefern kann Runtastic das Unternehmen bei seinem Vorhaben noch unterstützen? Und welche Initiativen hat das Unternehmen in der Hinterhand, um die 4 Milliarden Grenze zu knacken? Wie realistisch ist dieses Vorhaben wirklich? Fragen über Fragen – und wir haben die Antworten!

Am 3. Juli 2018 sind Florian Gschwandtner, Founder & CEO von Runtastic, und Joseph Godsey, SVP Digital Brand Commerce von Adidas, auf der

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