Innovation Sharing Economy anhand Vite EnVogue und Myonbelle

Innovation Sharing Economy anhand Vite EnVogue und Myonbelle

Vielleicht erinnern sich einige von Euch noch an den ChefTreff Podcast mit Karo Junker. (Wenn nicht, sofort nachholen und anhören!) Darin sprach die Vite EnVogue Gründerin ausführlich über ihren Secondhand Online-Shop für Luxusmode. Auch auf der K5 2017 war sie zu Gast und hat gemeinsam mit Myonbelle-Gründerin Nina Blasberg über neue Perspektiven im Modehandel gesprochen.

Beide sehen künftig das Prinzip der Sharing Economy als äußerst chancenreich. Im Recap erfährst Du, warum und inwiefern sich Myonbelle von Vite EnVogue unterscheidet.

 

Myonbelle: der unendliche Kleiderschrank

Myonbelle geht ebenfalls in die Richtung Sharing Economy und ist Deutschlands erste Modeflatrate.
Zu einem monatlichen Fixpreis wird den Kundinnen eine Box mit von ihnen selbst ausgewählten Kleidungsstücken geliefert. Diese können die Kundinnen so lange behalten wie sie möchten. Steht ihnen der Sinn nach etwas Neuem, können sie die Box versandkostenfrei an myonbelle zurückschicken und sich eine neue anhand ihrer Wishlist zusammenstellen lassen. In der Regel setzt sich die Zielgruppe schwerpunktmäßig aus Frauen zwischen 20 und 45 zusammen, die beruflich gebunden und zeitlich eingeschränkt sind.

 

Zufriedenheitsgarant

Im Gegensatz zu Vite EnVogue bezieht myonbelle die Kleidungsstücke nicht von Kundinnen, die gebrauchte Kleidung verkaufen. Myonbelle verfügt über ein eigenes Warenlager. Wenn die Nutzer auf der Website für die Box L (3 Kleidungsstücken und 2 Accessoires) 20 favorisierte Teile dafür markieren, kann geprüft werden, was davon in der passenden Größe vorhanden ist. So kann die Garantie, dass die Box der Kundin ausschließlich mit Sachen gefüllt ist, die ihr gefallen, gewährleistet werden. Dadurch ist myonbelle deutlich flexibler aufgestellt als traditionelle E-Commerce Händler.

 

Kleider-Kreislauf

Prinzipiell geht es bei myonbelle, ähnlich wie bei Vite EnVogue auch um das Thema der Wiederverwertung. Da kann es natürlich vorkommen, dass Kleidungsstücke eventuell beschädigt oder verschmutzt zurückgeschickt werden. Sollte dies der Fall sein, werden sie aus dem Bestand genommen. Myonbelle schickt lediglich Sachen raus, die aussehen wie neu. Auch besteht für Kunden die Möglichkeit, Kleidungsstücke direkt aus der Box heraus zu kaufen. Der Vorteil hierbei ist, dass man für das betreffende Stück meist nur halb so viel bezahlt wie im Geschäft. Da dieses Modell im deutschen Markt noch nicht so bekannt ist, ist Myonbelle noch bei vielen erklärungsbedürftig.

 

Premium und preiswert

Allerdings gibt es schon diverse Kunden, die Gefallen an dieser Fashion-Sharing Economy gefunden haben. Für ein begrenztes Budget seinen Kleiderschrank immer up to date halten – ein Konzept, wie gemacht für Frauen (die haben sowieso immer nichts zum Anziehen). Teilweise beträgt der Wert der Klamotten und Accessoires, die sich in der Box befinden bis zu 1000€. Setzt man das mit monatlichen 39 – 59€ – je nach Boxgröße – in Relation, ist das schon eine günstigere Alternative. Die Kleidungsstücke beliebig lange nutzen zu können ist für die Kundinnen dabei tatsächlich wichtiger als sie zu besitzen. Nina Blasberg weiß, dass genau das ein Punkt ist, den ihre Kundinnen besonders schätzen. Zudem handelt es sich bei den angebotenen Marken um Brands aus dem Premium-Segment. Damit bewegt sich Myonbelle gegen den Trend der Wegwerfgesellschaft.

via GIPHY

 

Welche Chancen hat der Modemarkt?

Sowohl Myonbelle als auch Vite EnVogue befinden sich mit ihren Modellen noch in einer Nische. Allerdings ist das positiv zu bewerten, denn Nachteile, die große Marktplatzmodellen im Modebereich zum Teil aufweisen, kann Vite EnVogue aushebeln: Sofortige Verfügbarkeit der Artikel, 6-Tage-Kundenservice und Manches mehr. Karo Junker und Nina Blasberg sehen sich mit ihren Geschäftsmodellen im Markt nach wie vor gut positioniert. Momentan arbeiten die beiden daran ihre Brand-Awareness auszubauen, um Themen wie Internationalisierung und Personalisierung künftig realisieren zu können. Darüber hinaus sind sie der Meinung, dass es für den Modehandel noch viele schöne Ansätze und Chancen geben wird, um online zu bestehen
So zeigen Myonbelle und Vite EnVogue mit ihren Ansätzen, dass Sharing Economy auch im Fashion-Segment funktionieren kann.

Du möchtest mehr über die Perspektiven im Modehandel erfahren? Dann sieh‘ dir hier den Vortrag von Marcel Brindöpke über heypaula an.

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