Tech meets Business: Wie Lesara beide Komponenten vereint

Tech meets Business: Wie Lesara beide Komponenten vereint

Für alle, die Lesara noch nicht kennen: Bei Lesara handelt es sich um eine komplett vertikal integrierte Plattform für Mode- und Lifestyleprodukte zu günstigen Preisen. In einer früheren Episode vom ChefTreff Podcast haben Sven Rittau und Lesara-Gründer Roman Kirsch bereits über das erfolgreiche Geschäftsmodell gesprochen. Im Sommer 2017, knapp vier Jahre nach der Gründung, war Roman mit seinem CTO Robin Müller auf der K5 FUTURE RETAIL CONFERENCE in Berlin zu Gast. Dort berichteten die beiden vom Werdegang ihres Fast-Fashion-Imperiums. Wie sich Lesara in den letzten Jahren entwickelt hat, und welche Rolle Technologie und Business spielen erfährst Du im Recap.

 

Same but different

Als vor 10 Jahren die Fashion Industrie langsam anfing sich zu digitalisieren, hielt sich die allgemeine Überzeugung diesbezüglich noch sehr in Grenzen. Und trotzdem schafften es die ersten Unternehmen diese Zweifel zu beseitigen. E-Commerce im Highend- oder Vollpreissegment erschien sinnvoll, im Value Retail Bereich eher nicht. Lesara nahm sich diesem unterrepräsentierten Segment der Fast Fashion an. Und noch mehr. Denn Lesara wollte nicht nur ein weiterer H&M oder Primark sein, sondern ein Business Modell hervorbringen, das sich wesentlich unterscheidet. Und tatsächlich unterscheidet sich Lesara in vielen Punkten deutlich von ähnlichen Anbietern.

 

Agile Retail

Einer davon ist, dass die Time-to-Market im Hause Lesara bei lediglich 2 Wochen liegt, da Lesara sehr eng mit seinen über 200 Fabrikanten zusammenarbeitet. Das erlaubt dem Unternehmen saisonal so agil zu planen und beim Lieferanten zu bestellen, dass es nur wenig bis gar keine Restbestände gibt. Auch der Einkauf gestaltet sich etwas anders, als bei anderen Fashion-Anbietern. Lesara arbeitet nämlich mit einer sehr datengetriebenen Produktselektion. Das Einkaufsteam bei Lesara besteht nicht wie bei klassischen Modehändlern aus ‘Fashionistas’. Sondern aus BWLern, VWLern oder Analysten. Also aus Leuten, die ein gutes Verständnis für aktuelle Markttrends haben. Sie können die Daten von dem, was sich am besten verkaufen lässt, einschätzen und agil ausspielen.
Roman bemerkt, dass Unternehmen, die so agil agieren können, auch ein höheres Wachstum aufweisen, als Firmen mit längerer Produkteinführungszeit.

 

Lesara ist Mobile First

Allgemein neigt das Shopping-Verhalten von Nutzern eher zu mobile. Zu Lesaras Hauptzielgruppen gehört laut Roman Kirsch die ‘Mobile First Generation’. Daher kann das Unternehmen auch 75-80% an Umsatz verbuchen, der mobile generiert wurde. Aber ob Mobile oder Desktop-Nutzung: lange Ladezeiten sind immer ein Conversion Killer. Da 75-80% des Umsatzes bei lesara mobile generiert wird, bemüht Da das allgemeine Shopping-Verhalten der Kunden eher zu mobile tendiert, bemüht sich auch Lesara um eine optimale mobile Weblösung. Im Fokus steht dabei insbesondere die Ladegeschwindigkeit, bei der Lesara überdurchschnittlich gut abschneidet, was einen wesentlichen Vorteil birgt: So hat das Unternehmen nämlich die Möglichkeit dem Kunden in der gesparten Ladezeit zusätzliche, personalisierte Angebote auszuspielen. Technisch ist jeder Page View individuell auf jeden Nutzer zugeschnitten.

 

Digital Priority

Lesaras Haupt-Techie Robin Müller ist der Meinung: Wer Schnelligkeit und Personalisierung realisieren will, ist auf Digitalisierung angewiesen. Wie genau gelingt es Lesara also innerhalb 10 Tage neue Artikel auf der Website zu launchen und bei Bedarf zügig nachproduzieren zu lassen? Indem das Unternehmen versucht sämtliche menschliche Interaktionen zu minimieren und durch entsprechende technologische Lösungen zu ersetzen. Denn hierbei würde es sonst immer zu Verzögerungen kommen. Datengetriebene Produktvorschläge für Kunden und alle Bestell- und Lieferungsprozesse werden über Technologien gelöst. Ziel dieser Gesamtdigitalisierung ist es sogenannte Routineaufgaben auf Autopilot laufen zu lassen. So könne das Team sich in Zukunft dem Management von Projekten widmen und an der Verbesserung des Status Quo arbeiten.

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